Mikroelektronik

TAM 2030
Gesamtmarktvolumen der Technologie
SAM 2030
Adressierbarer Markt für deutsche Anbieter
Fokustechnologien
Die Auswahl der Fokustechnologien zielt darauf ab, bestehende deutsche Stärken zu sichern, strukturelle Abhängigkeiten gezielt zu reduzieren und neue, differenzierende Wertschöpfungsketten frühzeitig zu erschließen. Deutschland ist insbesondere in DAO-Technologien sowie im Halbleiter-Equipment stark positioniert. Vor dem Hintergrund global verteilter Wertschöpfung eröffnen Advanced Packaging, Chiplets und heterogene Integration zusätzliche Handlungsspielräume für Leistungsfähigkeit und Differenzierung auch ohne vollständige Kontrolle über modernste Fertigungsstufen.
Ergänzt wird dieser Ansatz durch Zukunftstechnologien wie Photonik, Quantencomputing und Spintronik, in denen Deutschland über eine starke Forschungsbasis verfügt, ohne dass sich globale Marktstrukturen bislang verfestigt haben. Gemeinsam stärken die Fokustechnologien die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas und schaffen die Grundlage für technologische Souveränität.
Was muss zunächst in 2026 passieren, um in den Fokustechnologien erfolgreich zu werden?
2026 markiert ein wichtiges Weichenstellungsjahr für Umsetzung und Skalierung, in dem es gilt, die richtigen Impulse zu setzen. Zunächst müssen regulatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig gestaltet werden, insbesondere durch gezielte Investitionsanreize und schnellere Genehmigungsverfahren. Parallel sollten europäische Industriekonsortien für Advanced Packaging, Chiplets und heterogene Integration initiiert werden, um Finanzierung, Nachfrage und Produktionskapazitäten schrittweise zu bündeln. Auf technologischer Ebene sind offene Pilotlinien und Testinfrastrukturen wichtig, um Design-, Prozess- und Integrationskompetenzen systematisch weiterzuentwickeln. Ergänzend sollte der Lab-to-Fab-Transfer in Photonik, Quanten und Spintronik durch Exzellenzcluster strukturiert werden, die Forschung, Industrie und Kapital enger verzahnen.
Game-Changer
Die Game-Changer übersetzen Deutschlands technologische Stärken in industrielle Wirkung: durch fokussierte Exzellenz, koordinierte Skalierung und Standortbedingungen die Innovation beschleunigen.

Exzellenzcluster Photonik-Chips, Quantencomputing und Spintronik aufbauen
Bis 2027 industrie- und forschungsnahe Cluster etablieren, die Finanzierung, Pilotfertigung und Kommerzialisierung bündeln und damit den „Lab to Fab“- Transfer ermöglichen

Industrielle Koordination auf europäischer Ebene stärken
Schneller Zusammenschluss eines europäischen Industriekonsortiums zur Kofinanzierung, Skalierung lokaler Chiplet- und Packaging Kapazitäten sowie Gewinnung internationaler Partner

Standortbedingungen und Regulierungen gezielt modernisieren
Gezielte Zuschüsse für Automatisierung, Energiekostenentlastung und schnellere Genehmigungen zur Stärkung der DAO- und Equipment-Fertigung

Sechs Schlüsseltechnologien für Deutschland

Künstliche Intelligenz
KI wird zur Schlüsseltechnologie der Industrie. Deutschland kann bei Weltmodellen, industrieller KI und Robotik eine führende Rolle einnehmen, benötigt dafür jedoch mehr Rechenkapazitäten und Datenplattformen.

Quantentechnologien
Quantentechnologien haben sich rasch von Nischenthemen zu strategischen Schlüsseltechnologien entwickelt und eröffnen neben technologischer und sicherheitspolitischer Bedeutung auch erhebliche wirtschaftliche Chancen entlang neuer Wertschöpfungsketten.

Mikroelektronik
Mikroelektronik ist das Rückgrat moderner Technologien und entscheidend für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität.

Biotechnologie
Biotechnologie ist eine Schlüsseltechnologie für Gesundheit, nachhaltige Industrie und strategische Souveränität und erfordert gezielte Anstrengungen in Forschungstransfer, Skalierung und Regulierung.



